Übungsleiter : Udo


Übungsleiter – Steckbrief : April 2008

 

Name: Biege

Vorname: Udo

Geburtsdatum: 14.09.1953

Schwimmer bei Düren 99 seit: Viele glauben, ich kann gar nicht schwimmen. Zum letzten Mal war ich im Februar -allerdings unfreiwillig- im Wasser, nicht Miri?

Helfer/ Übungsleiter bei der Schwimm-/ Triathlonabteilung von Düren 99 seit: 01.09.1989

Ausbildung:

DLRG, 1992 Riegenführer (Schwimmverband); 1996 Ausbildung zum Trainer „C“ Breitensport; Abnahmeberechtigung für Sportabzeichen (Außer Inlineskating); Sechs Jahre Sportfeldwebel bei der Bundeswehr; Einige Aus- und Weiterbildungen über den Schwimmverband (Wassergewöhnung, Grundlagen etc.).

Ein paar Worte zur Übungsleitertätigkeit:

 

Von 1989 bis 2004 Schwimmschule/Wassergewöhnung Goethestraße;

Von 1993 bis September 1999 Lehrschwimmbecken im Jesuitenhof. Anschließend Übernahme der Triathlonbahn.

Eigentlich fing alles ganz harmlos an.

1989 begann ich meine „Karriere“ in der Schwimmabteilung der SG Düren 99. Eigentlich wollte ich nur, dass meine Söhne schwimmen lernen. Aber es kam alles ganz anders.

 

Ein damaliger Arbeitskollege erklärte mir auf meine Frage wegen dem Schwimmunterricht, dass seine Tochter bei Düren 99 in der Goethestraße schwimmt. „Eigentlich haben die eine lange Warteliste. Die konnte ich aber umgehen, in dem ich anbot dort mitzuhelfen. Da meine Tochter aber anfangen will zu reiten, hört sie demnächst auf.“ Also sagte ich leichtsinnig zu ihm: „Wenn mein Sohn auch direkt anfangen kann, bin ich bereit für Dich weiter zu machen.“ Ein fataler Satz. Also bin ich gemeinsam mit meinem „Söhnchen“ Julien zur Schwimmschule. Damals unter der Leitung von Gabi und Andrea. In der Zeit erfolgte auch die Ausbildung zum Riegenführer (heute Schwimmassistent).

Als Julien weit genug war, um zum Jesuitenhof zu wechseln, sagte der „Chef“ Bernd Köthe: „Wenn Du Julien bringst, kannst Du doch genau so gut in der Zeit selbst schwimmen. Das lohnt sich doch nicht, dazwischen nach Hause zu fahren.“ Wie naiv kann ein einzelner Mensch eigentlich sein?

Also auf zum 1. Schwimmen im Jesuitenhof. „Äh, mir ist da jemand ausgefallen, kannst Du nicht helfen?“ So Bernd zu mir. Da hatte ich schon verloren. Von dem Tag an, war es selbstverständlich, dass ich mich um die Kinder im Lehrschwimmbecken kümmerte.

 

1995 entschieden Andrea, Bettina, Marietta und Sarah, dass sie im Schwimmen keine „WM“ mehr gewinnen können. Vielleicht war dabei nicht ganz ohne Einfluss, dass ein belgischer Mitbürger mit Namen Daniel ihnen den Floh ins Ohr gesetzt hatte, Triathlon zu machen. Zu erwähnen ist dazu, dass diese jungen Damen mittlerweile auch in der Goethestraße aktiv waren und sehr wohl wussten, wie man mich „um den Finger wickelt“. Also wurde eine Triathlonsparte unter der Schwimmabteilung gegründet.

 

Wer könnte wohl der Gründer gewesen sein? Beim ersten gemeinsamen Wettkampf in Rheinbach wurden „meine Mädchen“ von einem Trainer vom Brander SV angesprochen: „Wenn Ihr wollt könnt Ihr ab sofort für uns in der Nachwuchsliga starten.“ Das habe ich ihm bis heute nicht verziehen.

 

Nachdem er merkte, dass ich das nicht so toll fand, haben wir uns vernünftig zusammengesetzt und beschlossen eine Kooperation zu gründen. Die Startgemeinschaft Düren 99 / Brander SV wurde gegründet.

Bei unserem ersten Treffen im Freibad in Eschweiler stellten „meine Mädchen“ fest, dass es bei Brander SV sehr nette und attraktive junge Männer gibt. So kam es nicht nur zu sportlichen Kooperationen.

Es folgten wunderbare Jahre im Triathlonsport. Der NRWTV wurde auf mich aufmerksam. Ich wurde in den Ligaausschuss gewählt. In Gladbeck kam Bettina in Tränen aufgelöst unmittelbar vor ihrem Start zu mir. „Meine Schaltung funktioniert nicht.“ Also Werkzeug raus und repariert. Pünktlich als Bettina aus dem Wasser stieg, war ihr Rad wieder fahrbereit. Leider hatte ich durch meine Monteurtätigkeit die Ligaauschusssitzung verpasst. Kommentar vom Ligawart: „ Zur Strafe haben wir Dich ins Ligagericht gewählt.“ Nun denn.

 

Bei einer Veranstaltung in Krefeld kam besagter Ligawart mit dem damaligen Landestrainer zu mir und sagte: „Wir benötigen einen Jugendwart, dass könntest Du doch gut machen. Du musst eigentlich nur Gelder vom LSB verwalten.“ So ging ich mit den gleichen Worten zu meiner Frau. „Das glaubst Du doch selbst nicht, dass es dabei bleibt.“

 

Ich glaubte das wirklich, damals jedenfalls.

 

Schon war ich Jugendwart. Eine wunderbare Zeit schloss sich an. Es war mit einer Menge Arbeit verbunden aber auch eine klasse Zeit. Wir haben viele nette Leute kennen gelernt, mit denen uns heute noch Freundschaften verbinden. Leider kam es in der Zeit dazu, dass es dem Verein Düren 99 immer schlechter ging. Missglückte Fusion mit Schwarz-Weiß Düren, Prunkbau auf der Sportanlage etc.

Letztendlich kam es zum großen Knall. Der neue designierte Vereinsvorsitzende packte mich bei meiner Ehre. „Stimmung machen und Leute absägen ist einfach, aber jetzt musst Du mir auch helfen, den Verein wieder aufzubauen.“ Aus der Nummer kam ich nicht mehr raus.

 

Also wurde ich 2004 Verwaltungsvorsitzender. Wenn ich vorab geahnt hätte, was da alles auf mich zukommt, hätte ich das nie gemacht. Einen Verein in dieser Größenordnung zu leiten, entspricht der Leitung einer kleinen Firma. Aber, wir haben es angepackt. Der „Erfolg“ stellt sich dann auch sehr bald ein. Wir haben nur knapp 10 Monate benötigt, bis wir Insolvenz anmelden mussten. Auch hier gab es dann wieder Licht am Horizont. Eine Handvoll Leute, die wohl nichts sinnvolleres mit ihrem Geld anzufangen wussten, entschuldete den Verein. So kam es zur Postenanhäufung.

 

Im Moment bin ich im Verein Geschäftsführer. In der Abteilung Kassenwart, Geschäftsführer und Trainer. Nebenher mache ich noch den Kassenwart für die Turn- und Gymnastikabteilung. Da das ja nicht ausreicht, bin ich noch immer im Jugendausschuss beim NRWTV tätig. Hier begleite ich hauptsächlich die zweimal im Jahr stattfindenden Talentsichtungen.

 

Da man ja mit solchen „Kleinigkeiten“ nicht ausgelastet sein kann, kam im Oktober 2006 – zeitgleich mit meiner Pensionierung – noch der Stadtlauf hinzu.

Ach, eins habe ich noch vergessen. Seit September 2007 gehöre ich auch zum Orgakreis für den am 14.09.2008 stattfindenden Indeland-Triathlon. Eine kleine gemütliche Veranstaltung für den Kreis Düren mit geplanten 1.000 Teilnehmern.

 

Am Beckenrand bestehen meine Aufgaben heute daraus, die Triathleten zu betreuen, neue erwachsene Schwimmer und Triathleten an das Schwimmen heran zu führen und junge Menschen auf die Aufnahmeprüfung an der Sporthochschule vorzubereiten. Schwimmveranstaltungen begleite ich als Betreuer. Man erkennt mich leicht am an der Schulter nassen T-Shirt. Das kommt aber nicht immer nur vom Schwimmen…

 

Seit diesem Jahr haben wir auch wieder eine Startgemeinschaft mit dem Brander SV. Wir wollen versuchen in der Landesliga zu bestehen oder gar aufzusteigen. Dabei ist wieder einer von den netten und attraktiven jungen Männern von damals…….!

 

Und mit dem Nachwuchs klappt es auch wieder. Nach 2 Jahren Abstinenz im NachwuchsCup starten wieder 2 Jugendliche 99er.

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